NZZ: New Goals of the Ocean Race

This week the renowned Swiss news paper "Neue Züricher Zeitung" writes on Carbon Challenge: " Climate protectors aiming to be at the starting line". (…) With ten instead of only four stoppovers the Ocean Race has moved closer to the audience and tv cameras. Not only commercial companies aim to benefit from these promotional opportunities. Expecting to be at the starting line is a syndicate that has been committed to reducing carbon emission. (…)

NZZ: Neue Ziele im Ocean Race
Auch Klimaschützer wollen an den Start

Bei der alle drei Jahre stattfindenden, ursprünglich nach dem britischen Bierbrauer Withbread und seit der Jahrtausendwende nach dem neuen Hauptsponsor Volvo benannten Weltumsegelungs-Regatta geht es längst nicht mehr nur um Sieg oder sportliches Mitmachen. Die Werbebotschaften auf Segeln und Rumpf der leichten, übertackelten und wie Jollen über die Wogen gleitenden 70-Fuss-Jachten lassen sich vor spektakulärerem Hintergrund und auch länger - neun Monate - vermarkten als jene auf den Match-Racern des gemächlichen America’s-Cup- Dreieckkurses. Auch ist das Ocean Race mit der Ausweitung der Etappenzahl (zehn statt der ursprünglichen vier) näher ans Publikum und an die Filmkameras gerückt worden.Von diesen Werbe-Gelegenheiten wollen bei der nächsten Weltumseglung - der Startschuss erfolgt am 4. Oktober in Alicante, der Zieldurchlauf steht Anfang Juli 2009 in St. Petersburg an - nicht mehr nur kommerziell ausgerichtete Unternehmen profitieren. Mit auf der Startlinie dabei sein möchte auch ein Syndikat, das sich der Verminderung des Treibhausgas-Ausstosses verschrieben hat. Ob das Carbon Challenge Syndicate bis dahin genügend Geld für eine Teilnahme an der weltweit härtesten Segelregatta aufbringt, steht noch nicht fest, ist aber nicht auszuschliessen. Sehr günstig (und auch umweltschonend) wird zumindest die Beschaffung der Open-70- Jacht ausfallen. Das Syndikat plant nämlich, das Rennen nicht mit neuem Material, sondern der alten «Mean Machine», der ehemaligen «Pirates of the Caribbean» der Disney Corp., aufzunehmen, die beim Ocean Race 2005/06 unter Skipper Paul Cayard die letzte Etappe und damit hinter «ABN Amro One» den zweiten Platz in der Gesamtwertung gewonnen hatte.

Mehr auf Sichtbarkeit denn auf Sieg ausgerichtet ist auch das Rahmenprogramm: Vor Ankunft der Flotte will das Carbon Challenge Syndicate an den einzelnen Etappenzielen ein transportierbares, von David Chipperfield entworfenes energieeffizientes Bootshaus aufbauen. Es dient nicht allein der Betreuung der Mannschaft, sondern auch als Schulungszentrum der Carbon Challenge Academy, die sich zusammen mit einer Allianz aus 28 Business-Schools und Universitäten vorgenommen hat, den lokalen Unternehmen Lektionen in umweltfreundlichem Verhalten zu erteilen.

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